Kunst und Satire genießen mithin die absolute Freiheit. Kunst darf (und muss) sich immer und zu allem ohne Zensur äußern dürfen, ob im privaten Umfeld oder im Öffentlichen Raum.
Wenn also Bilder oder Texte im öffentlichen Raum platziert werden, stellt sich immerzu die Frage: Ist das Kunst?
Wenn Wahlwerbung Kunst wäre, dann dürfte sie alles. Dann wäre sie aber auch, per Definition, befreit von praktischem Wert und befreit von dem Anspruch, ernst genommen werden (zu müssen).
Die FPÖ Innsbruck, Rudi Federspiel plakatiert im XXL Format im ganzen Stadtgebiet zu den Bürgermeisterwahlen 2024:
Es gibt viele Probleme, die gelöst werden müssen.
Eines davon ist Georg Willi.
WAHLPLAKAT, MÄRZ 2024, FPÖ (RUDI FEDERSPIEL), INNSBRUCK
Ist das, was da im öffentliche Raum wieder und wieder wiederholt wird durch die Kunstfreiheit oder die Meinungsfreiheit gedeckt?
Ist es wirklich in Ordnung, solch eine Menschenverachtende Aussage – Einen Menschen zu einem Problem zu stilisieren, welches gelöst werden müsse – im Rahmen des politischen Diskurses zu plakatieren?
Unserer Meinung nach, ist KEIN Mensch ein Problem.
Menschen können durch ihre Handlungen (oder auch durch nicht Handeln) Probleme verursachen, aber per se stellt kein Mensch ein Problem dar.
Vielleicht liegt die Sache ja ganz anders.
Vielleicht handelt es sich ja auch nur um einen #Schreibfehler?